Hundesportgemeinschaft-Ratingen 1925 e.V.
 

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Obedience

heißt "Gehorsam" und wird oft als die "Hohe Schule" der Unterordnung bezeichnet.

Bei offenen Obedience Wettbewerben kann jeder ohne Rücksicht auf die Grösse, Rasse, Alter oder Abstammung des Hundes teilnehmen. Ebenso wird vom Hundeführer keine aussergewöhnliche Sportlichkeit vorausgesetzt.

In dieser Hundesportart wird der Hundeführer vom Ringsteward durch die Prüfung geführt. Der Hundeführer läuft kein allgemein gültiges Schema ab, sondern handelt auf Anweisung des Ringstewards.

Wie viele Hundesportarten kommt Obedience aus den USA bzw. Grossbritannien. Zuerst war es nur ein Bestandteil der so genannten "working trials". Wenige Jahre später wurde die Möglichkeit geboten, auf solchen Trials in reinen Obedienceklassen zu starten.
Um 1951 wurde erstmals Obedience vor grossem Publikum auf der britischen Crufts vorgestellt. Nach einem eineinhalb-jährigen Pilotprojekt wurde in Deutschland die Prüfungsordnung am 1. Juli 2002 veröffentlicht.
Inzwischen wird Obedience immer beliebter.
Für die Teilnahme an Prüfungen ist der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Begleithundeprüfung erforderlich.

Obedience-Prüfungen werden in den Leistungsstufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt.

Bei Obedience wird dem Team nicht "nur" das Können der Übungen abverlangt, es soll auch harmonisch aussehen. Diese "Harmonie" wird nur erreicht, wenn der Hund seinem Menschen vertraut und Spass an der gemeinsamen Arbeit hat.

Zu den meistens bekannten "üblichen" Gehorsamsübungen, die wir aus der Begleithundeprüfung kennen, also z.B. Fuss laufen, Sitz aus der Bewegung, Platz mit Abrufen etc. kommen beim Obedience noch einige interessante Übungen hinzu:
Einige der Bestandteile beim Obedience sind:

  • Fuss laufen
  • Sitz und Platz aus der Bewegung
  • Heranrufen mit Unterbrechung
  • Apportieren (auch Metall)
  • Suchen von Gegenständen / Eigenidentifikation
  • Positionswechsel auf Distanz / Sitz-Platz-Steh
  • Vorausschicken in eine Box / 3x3 Quadrat aus 4 Pylonen
  • Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden

In Deutschland gibt es 4 Prüfungsstufen im Obedience:

Die Beginner-Klasse

  1. Verhalten gegenüber anderen Hunden
  2. Stehen und Betasten
  3. Gebiss zeigen
  4. Ablage in der Gruppe
  5. Leinenführigkeit
  6. Freifolge
  7. Sitz aus der Bewegung
  8. Kommen auf Befehl
  9. Zurücksenden zum Platz
  10. Apport auf ebener Erde
  11. Umgang Mensch-Hund

Die Klasse 1

  1. 1 Minute sitzen mit Sichtkontakt
  2. 3 Minuten liegen mit Sichtkontakt
  3. Leinenführigkeit
  4. Freifolge
  5. Platz aus der Bewegung (Viereck 8x8m)
  6. Kommen auf Befehl
  7. Zurücksenden zum Platz
  8. Freisprung über die Hürde
  9. Apport auf ebener Erde
  10. Kontrolle auf Distanz
  11. Umgang Mensch-Hund

Die Klasse 2

  1. 2 Minuten sitzen mit Sichtkontakt
  2. 3 Minuten liegen ohne Sichtkontakt
  3. Freifolge
  4. Sitz, Platz aus der Bewegung
  5. Kommen mit Steh
  6. Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen
  7. Apport über die Hürde (Holzapport)
  8. Metallapport
  9. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen
  10. Kontrolle auf Distanz
  11. Umgang Mensch-Hund

Die Klasse 3

  1. 2 Minuten sitzen
  2. 4 Minuten liegen
  3. Freifolge
  4. Stehen, Sitzen und Platz aus der Bewegung
  5. Abrufen mit Stehen und Platz
  6. Voraussenden in ein Viereck
  7. Bringen auf Anweisung
  8. Metallapport über die Hürde
  9. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen
  10. Kontrolle auf Distanz
   

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